CPG

Ästhetisches Profil

„Leben ist Kunst“
 
Profilgebende Fächer (alternativ): Bildende Kunst  und Musik

Begleitfächer (für beide): Theater, Geschichte, Religion oder - falls ein reines Kunst-Profil zustande kommt - Philosophie

Beschreibung der Ziele: Das künstlerische Profil eröffnet den Schülern besondere Möglichkeiten ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Sie erleben sich als ganzheitliche Wesen, da Intellekt, Emotionalität, Fantasie und Wille gleichermaßen angesprochen werden. Hier erwerben sie Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, Problemen in unserer heutigen Gesellschaft mit innovativen Lösungen zu be-gegnen. So fördert dieses Profil eigene Stärken, klärt das Selbstverständnis und hebt das Selbstbewusstsein des Schülers.
 
Im ästhetischen Profil „Leben ist Kunst“ werden die Schülerinnen und Schüler in ihrem künstlerischen Ausdruck intensiv gefördert. Sie schulen ihre Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Konzentrationsfähigkeit und dabei als Schlüsselkompetenzen ihre Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Es ist ein sehr geeigneter Weg, so wichtige Kompetenzen wie Kreativität, Team-fähigkeit, Leistungsbereitschaft und Toleranz zu vermitteln. Wer künstlerisch aktiv ist, erwirbt diese Fähigkeiten, die unverzichtbar für unsere Gesell-schaft sind, im Grunde nebenbei. Kultur bereichert nicht nur unser Leben und macht es schöner, sondern ist auch wichtig. In einer Welt, die sich an Daten, Fakten und Ökonomie orientiert und immer schneller einem Wandel unterworfen ist, wird es notwendig, andere Ressourcen freizulegen, neue Wege zu beschreiten und kreativ und flexibel Situationen zu bewältigen. Schon längst ist es üblich, Manager auf künstlerische Seminare zu schicken, damit sie lernen, innovative Strategien zu finden.
In der Beschäftigung mit Kunst, Musik und Theater verschiedener Kulturen und Epochen eröffnet sich für das fächerübergreifende Lernen die Möglichkeit, historische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen mehr-dimensional zu erfassen, dadurch wird konkrete Globalisierung möglich, da Kunst kulturübergreifend verstanden wird.
Die handlungsorientierte Ausrichtung dieses Profils zeigt sich zum Beispiel in Projekten, die historische und religiöse Sachverhalte und Phänomene künst-lerisch umsetzen. Möglichkeiten sind beispielsweise Komposition und Arrangement, Songwerkstatt, Ausstellungen und Konzerte, in Verbindung mit dem Darstellenden Spiel Musiktheaterproduktionen.
 
Außerdem werden Hamburg als Kulturstadt sowie kulturbezogene Berufe mit künstlerischer, pädagogischer, handwerklicher, filmtechnischer, musik-industrieller, kaufmännischer, therapeutischer, kulturpolitischer oder organisatorischer Ausrichtung thematisiert und berufliche Perspektiven in diesen Bereichen beleuchtet.

Mögliche Kooperationspartner: Universität, Hochschulen HfbK und HfMuTh, Museen, Theater, Staatsoper, Musicaltheater, Musikhalle, Elbphilharmonie, NDR, HH1, Verlage, Agenturen, Instrumentenbauer, Architekturbüros, Kunstschule Wandsbek, Andere Zeiten e.V., Diakonisches Werk, Kirchen in Hamburg

Übergeordnete Vorhaben: Projekte, Präsentationen, Exkursionen, kreative Wochenenden, Profilreise, fächerübergreifendes Arbeiten, Kooperation mit außerschulischen Partnern, Wettbewerbe, u. a. Jugend musiziert

Semesterthemen und Fragestellungen:

1. Sem.: Macht und Ohnmacht
- Wie schlagen sich Erfahrungen von Herrschaft in Kunst und Kultur nieder?
- Wie werden epochale Wertvorstellungen und Weltbilder transportiert?
2. Sem.: Wunsch und Traum
- Welche Kraft können Visionen für den Einzelnen in der Gesellschaft entwickeln?
- Wie manifestieren sich Wünsche und Sehnsüchte in den Künsten?
3. Sem.: Expression
- Wie reagiert der kreative Mensch auf die Modernisierung in Wirtschaft und Gesellschaft?
- Wie kann man gesellschaftlich bedeutende Fragen in einem künst-lerischen Projekt umsetzen?
4. Sem.: Übergänge
- Wie bewältigt der Mensch existentielle Erfahrungen in seinem Leben und in Zeiten des Umbruchs?
- Wie macht sich der Mensch Fremdes zu Eigen?